Die Schüler des Leistungskurses Biologie der Q1 trafen sich, anders als gewohnt, nicht in der Schule, sondern am Institut für physiologische Chemie und Pathobiochemie. Dort hatten sie die Gelegenheit, ein molekulargenetisches Praktikum zu machen und grundlegende molekulargenetische Verfahren selbst durchzuführen. Ziel war es, die eigenen Blutgruppen durch eine Analyse des Restriktionsfragment-Längen-Polymorphismus (RFLP-Analyse) zu ermitteln.

Nach einer kurzen Einführung der Kurslehrerin Frau Reinhart teilte sich der Kurs in kleine Arbeitsgruppen, in denen sich jeweils zwei Freiwillige für eine Speichelprobe meldeten. Die DNA aus der Mundschleimhaut der Freiwilligen wurde zunächst isoliert und zwei Abschnitte des Gens, das für die Blutgruppe codiert, wurden mithilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR), einem molekulargenetischen Verfahren, vervielfältigt.

Da anhand der PCR-Produkte noch keine Unterschiede zwischen den Blutgruppen der verschiedenen Personen zu erkennen sind, folgte im nächsten Schritt ein sog. Restriktionsverdau. Hierbei wird, je nachdem welche Blutgruppe man hat, die vervielfältigte DNA-Sequenz an unterschiedlichen Stellen geschnitten.

Mit Spannung wurde nach 5,5 Stunden Arbeit das Ergebnis erwartet: Anhand einer Agarose-Gel-Elektrophorese, die abschließend durchgeführt wurde, wurde sichtbar, welche DNA-Fragmente entstanden waren. Die Ergebnisse konnten ausgewertet und die Blutgruppen abgeleitet werden.

Das Praktikum zeigte, dass die im Unterricht theoretisch behandelten Themen tatsächlich im Labor eine Anwendung finden, z.B. bei Vaterschaftstests oder bei der Identifikation von Tätern.

W I C H T I G

Betriebspraktikum der 9er - Dateneingabe

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